ADHS bei Kindern und Jugendlichen

Folgen für die Lebenssituation

Mit ihrem als „schwierig“ wahrgenommenen Verhalten treffen Kinder und Jugendliche mit ADHS meist auf wenig Verständnis in ihrem Umfeld. Wie sehr sie sich bemühen, "normal" zu sein, bemerkt kaum jemand. Stattdessen werden sie von Erziehern und Eltern immer wieder ermahnt und bestraft, was die Kinder nur noch mehr verunsichert und ihre Symptome eher verstärkt. Sie fühlen sich unverstanden und abgelehnt, ihre Eltern dagegen hilflos und überfordert.

Familiäre Spannungen und Leistungsabfall

So kommt es oft zu immer stärkeren Spannung innerhalb der Familie und die schulischen Leistungen bleiben weiter hinter den intellektuellen Möglichkeiten zurück. Kommen ungünstige soziale Faktoren wie ein schwieriges Milieu, Überforderung der Eltern oder Ausgrenzung im sozialen Umfeld hinzu, steigt das Risiko, dass betroffene Jugendliche gewalttätig und anfällig für Drogen- und Alkoholmissbrauch werden. Im Extremfall brechen sie die Schule ab und scheitern beruflich wie sozial.